Katholische Kirche in Brühl
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Begegnungszentrums margaretaS ist eröffnet

Nach langer Bauzeit steht nun der Termin für die Eröffnung des Begegnungszentrums

margaretaS fest. Am 11. September feiern wir um 17:00 Uhr die Festmesse zur Eröffnung,

mit anschließender Einweihung des Hauses.

In der Woche vom 19. bis – 26.September findet eine Festwoche mit vielen Veranstaltungen statt.

20.12.09 - 10.01.2010

Ankommen und Übergang mal ganz anders

Liebe Brühler Gemeinden, am 16. Dezember bin ich ganz in Brühl angekommen,

denn ich konnte meine Wohnung im Pfarrhaus St. Margareta, Pastoratstr. 18, nach drei Monaten endlich beziehen. Der Gast- und Stippvisitenstatus ist nun vorbei, und ich bin froh, jetzt endlich vor Ort leben zu können und für Sie besser erreichbar zu sein. Typisch adventliche Themen wie Warten, Erwarten und Ankommen erhielten ganz andere Facetten der Betrachtung, waren ganz anders als in den letzten Jahren. Auch das Weihnachtsfest - zumindest die Gottesdienstzeiten - sind etwas anders als in den letzten Jahren. In jedem, der ehemaligen Seelsorgebereich,  finden nur je zwei Krippenfeiern als Wort-Gottes-Feiern, eine Familienchristmette und eine Christmette (in St. Margareta zwei) statt.
Daher bitten wir Sie, die Gottesdienstzeiten in den Pfarrbriefen und wöchentlichen Infos genau zu lesen.

            Ebenso werden die Übergänge ins Neue Jahr anders und gemeinsam gestaltet.

In der Pfarrei St. Margareta gibt es an Silvester eine Jahresschlussmesse um 18.00 Uhr. Darüber hinaus laden wir in der Silvesternacht um 23.50 Uhr zu einem Gebet ins Neue Jahr ein, dass mit dem Einläuten des Neuen Jahres auf dem Kirchplatz in einen Sektumtrunk mit Neujahrsbrezel mündet.

In den Jahresschlussmessen der Pfarreien im Brühler Süden und Brühl-Ville feiern wir zudem nicht nur den Abschluss des alten Jahres, sondern auch zugleich den Übergang von je drei eigenständigen Pfarreien zu je einer neuen. Dies soll auch in den gemeinsamen Jahresschlussmessen zum Ausdruck kommen.

In Brühl-Ville findet daher eine Jahresschlussmesse um 17.30 Uhr in St. Matthäus statt, im Brühler Süden eine um 18.30 Uhr in St. Pantaleon, Badorf.

            Die Übergänge bringen Veränderungen mit sich, lassen aber auch manches Vertraute und Bekannte vor Ort bestehen. Eine Veränderung, die die unterschiedlichen wöchentlichen Pfarrnachrichten und Infos betreffen, kommt mit Sicherheit:
Zurzeit entwickeln wir Seelsorger mit den Pfarrsekretärinnen eine gemeinsame Info, die ab Ja­nuar für die drei Brühler Pfarreien erscheinen wird. Dann sieht jeder das vielfältige Gottesdienstangebot auf einen Blick, Termine rund um die Kirchen finden ihren Platz und jeder erhält durch Beiträge der Seelsorger den gleichen Informationsstand.
Die Fusionen der Pfarreien haben auch Auswirkungen auf die Tätigkeitsfelder und Zuständigkeiten der zahlreichen und hochengagierten Mitglieder der Gremien sowie der Angestellten. Doch bevor Verände­rungen kommen, wollen wir erst einmal zusammen feiern.       *


            Daher laden wir schon jetzt alle PGR-Mitglieder zu einer Dankmesse um 19.00 Uhr in St. Maria v. d. Engeln und einem gemütlichem Dank­abend am Freitag, den 8. Januar, ein.

Mit den KV-Mitgliedern feiern wir am Mittwoch, den 20. Januar, beginnend um 19.00 Uhr ebenfalls in St. Maria v. d. Engeln.

Und schließlich beginnt ein erstes Mitarbei­terfest für alle 104 Angestellten unserer Pfarreien am Freitag, den
22. Januar um 18.00 Uhr mit der hl. Messe in St. Margarete. Anschließend kehren wir - wie mit den PGRs und KVs - im Brauhaus ein.


            Ich wünsche Ihnen auch im Namen des Pastoralteams einen gesegne­ten 4. Advent, frohe Weihnachtstage und alles Gute im neuen Jahr.

Ihr

gez. Jochem Thull

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margaretaS fest. Am 11. September feiern wir die Festmesse zur Eröffnung,

Die Einführung des neuen Pastoralteams:

Pfarrer Jochen Thull,

Kaplan Jörg Stockem und

Patoralreferent Markus Dörstel,

soll am 13.September 2009 um 16:00 Uhr in St. Margareta stattfinden .

Das Pastoralteam tritt an mit der Aufgabe des Kardinals die Teilfussion bis zum 1.1.2010 und die spätere Gesamtfusion durchzuführen. Zur Zusammenarbeit sind die Gremien, Gruppen und die Gemeinde eingeladen.

Näheres wird noch bekannt gegeben.Ankommen und Übergang mal ganz andersmit anschließender Einweihung des Hauses. In der Woche vom 19. . 26.

.

Der Erzbischof von Köln D-50606 Köln, den 24. Okt. 2007    Kardinal-Frings-Str. 10

An alle Herren Pfarrer

sowie Damen und Herren in den Kirchenvorständen,

Pfarrgemeinderäten und Dekanatsräten im Erzbistum Köln

 Sehr geehrter Herr Pfarrer,

sehr geehrte Damen und Herren in den Gremien unserer Seelsorgebereiche,

liebe Schwestern und Brüder!

Im Frühjahr habe ich die Gremien, die den Erzbischof beraten, um ein Votum zur Neuordnung unserer Seelsorgebereiche gebeten. In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich daraufhin Pfarrgemeinderäte, Pfarrverbandskonferenzen und Dekanatsräte mit diesen strukturellen Fragen beschäftigt. Viele Gremien haben mich direkt über ihre Überlegungen, aber auch ihre Sorgen informiert. Ganz herzlich danke ich allen, die sich auf diese Weise zu Wort gemeldet haben und mir zahlreiche wertvolle Anregungen gegeben haben. Nicht zuletzt die Fülle Ihrer Erfahrungen, die aus Ihrem Engagement vor Ort resultieren, hat mir geholfen, meine Entscheidung zu treffen. Dabei ist mir vor allem eines sehr deutlich geworden: Es geht um wesentlich mehr als eine Strukturentscheidung. So wichtig Strukturen für die Arbeit der Kirche auch sind:

Es geht vor allem um neue Wege, die Menschen mit der Frohen Botschaft in Berührung zu bringen. Wie kann es uns gelingen, Christus berührbar zu machen – auch und gerade für die Menschen, die der Kirche eher fern stehen?

Wir haben inzwischen schmerzhaft gelernt, dass wir – anders als noch vor vierzig Jahren – keine Volkskirche mehr sind. Die Zahl der Glaubenslosen, der Orientierungslosen und religiös Entwurzelten nimmt zu, aber auch die Zahl der Fragenden, der Suchenden, die Zahl derjenigen, die spüren: Diese Welt mit ihren Plausibilitäten ist nicht alles. Da die Situation nicht in allen Teilen des Erzbistums gleich ist, reicht es nicht mehr aus, wenn jeder Seelsorgebereich im Erzbistum flächendeckend das gleiche Angebot macht. Seelsorgebereiche, Gemeinden und Kirchorte müssen ihr je eigenes Profil entwickeln, um die Menschen an ihrem Ort mit Christus in Berührung zu bringen. Darum haben wir auch kein flächendeckendes Pastoralkonzept für das ganze Erzbistum vorgegeben, vielmehr stecken wir einen Rahmen ab, der vor Ort mit Leben gefüllt werden muss.

Vor diesem Hintergrund habe ich entschieden: Die Seelsorgebereiche behalten die Wahlfreiheit, ob sie zu einer Pfarrei fusionieren oder ob sie in einer Pfarreiengemeinschaft kooperieren. Das ist ganz ausdrücklich eine Entscheidung für eine weiterhin flächendeckende Seelsorge. Ob Fusion oder Pfarreiengemeinschaft, die Kirchorte und das Leben um den jeweiligen Kirchturm bleiben erhalten. Auch wenn wir die Organisationsstrukturen den Gegebenheiten anpassen, reden wir hier nicht einem Zentralismus des geistlichen Lebens unserer Seelsorgebereiche das Wort.

Welches Modell die Seelsorgebereiche auch wählen: ihre erste und wichtigste Aufgabe wird sein, ein Pastoralkonzept für den jeweiligen Bereich zu entwickeln. Nur wenn wir uns auf diesen Prozess einlassen, kann im gesellschaftlichen Wandel auch eine Chance für die Arbeit der Kirche liegen.

Im Frühjahr dieses Jahres habe ich einige Eckpunkte benannt, die zu den unverzichtbaren Konstanten einer katholischen Gemeinde gehören:

-  eine lebendige Feier der Liturgie

-  solide Glaubensverkündigung

-  missionarische Ausstrahlung

-  Engagement für Jugend und Familie und

-  caritatives Handeln.

Jedem Seelsorgebereich ist es aufgegeben, diese fünf Säulen der Pastoral für den jeweiligen Lebensbereich auszugestalten, denn: Die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit müssen vor Ort gemeinsam entwickelt werden.

Hier geht es ausdrücklich nicht um einen aufwändigen Prozess, in dem über Jahre ein Leitbild oder ein bis ins Detail ausgefeiltes Konzept beraten wird. Ziel ist vielmehr,

dass Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam den Rahmen definieren, in dem sie in den nächsten Jahren zusammenarbeiten wollen, und vor allem die Schwerpunkte der seelsorglichen Arbeit festlegen.

Die Entwicklung dieses Pastoralkonzepts ist für die Seelsorgebereiche eine wirkliche Chance, neue Wege zu gehen. Und ich sage ganz ausdrücklich: Wege, die wir jetzt noch nicht kennen. Um diese Wege zu finden und zu entwickeln, müssen wir die Lebenswelt der Menschen besser kennen.

Dazu müssen wir die Perspektive unserer pastoralen Bemühungen wechseln, wir müssen noch viel stärker als bisher die Menschen in den Blick nehmen, die selten oder gar nicht zur Kirche gehen. Wenn wir für diese Menschen missionarisch Kirche sein wollen, reicht es nicht, über unsere bisherige Arbeit besser zu informieren, vielmehr müssen wir viele neue Wege gehen. Natürlich darf das für uns niemals heißen, dass wir unsere Botschaft verwässern oder dem Zeitgeist anpassen. Nein, wir müssen das Evangelium einfach, klar, verständlich und vor allem überzeugt verkünden, und zwar in Wort und Tat. Und wir müssen uns immer neu bewusst machen, was der Heilige Vater auf die Frage „wie viele Wege gibt es zu Gott?“ geantwortet hat: „Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt“.

Lassen Sie mich an dieser Stelle etwas zu den Frauen und Männern in unseren Gremien sagen. In den vergangenen Wochen ist von vielen befürchtet worden, wir würden Menschen, die sich freiwillig in Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen engagieren, gleichsam aus ihren Ämtern drängen.

Sie dürfen mir glauben: Ich habe diese Frage sehr ernst genommen. Erstens wäre es verheerend, in einer Zeit, in der immer weniger Menschen bereit sind, sich freiwillig zu engagieren, Ehrenamtliche vor den Kopf zu stoßen. Zweitens weiß ich aus Gesprächen und Begegnungen – namentlich im Rahmen meiner Visitationen –, mit wie viel Energie, Phantasie und Einsatz Menschen sich in unseren Gemeinden engagieren. Ihr Einsatz ist für uns als Kirche unverzichtbar.

Ich wage aber die Behauptung, dass sie sich alle nicht nur für die Kirche einsetzen, weil sie ein Wahlmandat haben. Nein, sie engagieren sich vor allem, weil sie von Christus berührt sind. Denn die erste und entscheidende Qualifikation für ein freiwilliges Engagement in der Kirche ist nicht eine Wahl, sondern Taufe und Firmung. Jeder Christ und jede Christin ist aufgerufen, sich am Auftrag der Kirche zu beteiligen.

Wir müssen versuchen, Menschen mit den unterschiedlichsten Charismen zu ermutigen, sich zu beteiligen. Zur Mitarbeit in einem Gremium wie Pfarrgemeinderat oder Kirchenvorstand ist zweifellos ein ganz spezielles Charisma nötig. Es gibt aber darüber hinaus sehr viele Menschen, die sich auch außerhalb dieser Gremienstruktur segensreich und verantwortlich einbringen und engagieren. Ich betone noch einmal das Wort „verantwortlich“. Es ist keineswegs unser Ziel, die verantwortliche Mitgestaltung des Gemeindelebens zu beschneiden. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass dies auch mit einer klareren und einfacheren Gremienstruktur möglich ist. Insbesondere kann es dann besser als bisher gelingen, auch Menschen einzubinden, die sich nur eine bestimmte Zeit oder für ein bestimmtes Projekt engagieren wollen. In der Vorbereitung des Weltjugendtages ist uns das mit den Kernteams sehr gut gelungen.

Eine weitere Frage, die mir in diesem Zusammenhang oft gestellt worden ist, betrifft die Zeitschiene von „Wandel gestalten“. Wir haben uns entschieden, die Neuordnung der Seelsorgebereiche in einem ehrgeizigen zeitlichen Rahmen umzusetzen, damit wir unsere Arbeit nicht auf Jahre mit Strukturdebatten lähmen, sondern direkt beginnen, uns mit den wesentlichen inhaltlichen Fragen zu beschäftigen.

Darum gelten ab Anfang 2008 die neuen Seelsorgebereichsgrenzen, damit auch diese größeren Einheiten sich gemeinsam auf den Weg machen können. Bis zum 31. Juli 2008 erbitte ich von allen Seelsorgebereichen die Entscheidung, ob sie in einer Pfarreiengemeinschaft kooperieren oder zu einer Pfarrei fusionieren. Zum 1. Januar 2009 wird es dann für jeden Seelsorgebereich nur einen kanonischen Pfarrer geben. Diese Ernennung ändert nichts an der Zahl der insgesamt im Seelsorgebereich tätigen Seelsorger. Im Frühjahr 2009 werden dann die Pfarrgemeinderäte gewählt, für den Herbst sind Kirchenvorstands-Wahlen vorgesehen.

Ich bin überzeugt, dass auch die klare Leitungsstruktur unserer Seelsorgebereiche einiges vereinfachen wird. Wir haben zukünftig in jedem unserer etwa 180 Seelsorgebereiche einen leitenden Pfarrer, einen Pfarrgemeinderat und einen Kirchenvorstand bzw. in der Pfarreiengemeinschaft eine Verbandsvertretung. Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese sehr klare Gremienstruktur erstens die Kooperation fördern wird und zweitens die ehrenamtlichen Gremienmitglieder stärker als bisher in Leitungsentscheidungen einbindet.

Liebe Schwestern und Brüder, die Entscheidung über die zukünftigen Strukturen ist erst der Auftakt unseres Projekts „Wandel gestalten – Glauben entfalten“.

In den kommenden Wochen und Monaten müssen wir gemeinsam überlegen, wie wir dieses Projekt mit Leben füllen. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung einer neuen Satzung für die Pfarrgemeinderäte. Daran arbeitet bereits eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Diözesanrat und Mitarbeitern des Generalvikariates. Schon für die kommende Woche haben wir Sitzungen sowohl des Priesterrates als auch der Vollversammlung des Diözesanrates vorgesehen. Es ist – in großer Offenheit – das gemeinsame Bemühen erkennbar, Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Unser Projekt „Wandel gestalten“ ist mit dem Untertitel „Perspektive 2020“ versehen. Es soll uns – bis mindestens zum Jahr 2020 – weitere Strukturdiskussionen ersparen, sodass wir wirklich Zeit haben, Perspektiven für die Seelsorge zu entwickeln und in die Tat umzusetzen.

Ich bitte Sie alle, sich mit mir auf den Weg in die Zukunft machen, damit wir im Erzbistum Köln Christus neu berührbar machen können. Ich bitte Sie um Ihre Tatkraft, aber auch um Ihr Gebet. Dazu begleite uns der allmächtige Gott, auf dessen Beistand wir bei all unseren Überlegungen vertrauen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Erzbischof …Liebe Brühler Gemeinden, am 16. Dezember bin ich ganz in Brühl angekommen,September findet eine Festwoche mit vielen Veranstaltungen statt. Weitere und

Was tut sich?

# Gesprächskreis Dekanatsrat, KV's und PGR's am 23. 2.2008 um 14:00 Uhr im Pfarrsaal St. Matthäus, Vochem.

Abschluss mit einer gemeinsamen Messe.

# Ergebnis ...... Es wurde vereinbart, ......

Es wurde jedoch nicht eingehalten, sondern Briefe an den Erzbischof geschrieben .....

# Weiteres Ergebnis ....... Dechant Iking lehnt es ab unter diesen Bedingungen das Dekanat zu einer Einheit zuführen!

# Objektive Meinungsbildung ist gefragt!

=>

Pfarrbrief an Brühl Süd und Ville – Info           (liegt in St. Severin aus 1.6.2008)

Pfr. Günther Liewerscheidt

An die Pfarrangehörigen und Interessierten in den Seelsorgeberei­chen Brühl Ville (Kierberg, Heide, Vochem) und Brühl Süd (Pingsdorf, Badorf, Eckdorf, Schwadorf)

Mit diesem Brief möchte ich Sie informieren über die kommende La­ge unserer katholischen Kirchengemeinden in Brühl.

Zuvor ein Blick zurück:

Bis zum Jahr 2008 gab es in Brühl drei Seelsorgebereiche (SB): Brühl Mitte, Brühl Süd und Brühl Ville. Brühl Mitte hatte dabei die Form der Fusion gewählt. Die ehemaligen Pfarrgemeinden St. Margareta , Maria von den Engeln, St. Heinrich und St. Stephanus hatten sich zu einer Kirchengemeinde zusammengeschlossen unter dem Namen St. Margareta . Sie haben seitdem einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat (PGR) und einen Kirchenvorstand (KV). Brühl Süd und Brühl Ville hatten sich zu einer Pfarreiengemeinschaft entschie­den mit jeweils 3 PGRs und einer Pfarrverbandskonferenz (PVK) sowie mit jeweils 3 KVs und einem Kirchengemeindeverband (KGV).

Im Frühjahr des Jahres 2007 hatte Kardinal Joachim Meisner die Dechanten des Bistums zu einer Sondersitzung des Priesterrates zusammengerufen. Dabei wurde vom Generalvikar und seinen Mit­arbeitern verdeutlicht: wir haben z. Zt. 220 Seelsorgebereiche im Erzbistum Köln, aber angesichts des mangelnden Priesternach­wuchses im Blick auf das Jahr 2020 nur noch etwa 180 Priester, die in der Lage sein werden, solche SBs zu leiten. Schlussfolgerung: das Bistum muss 80 SBs zu 40 SBs zusammenschließen, um für die kommende Zeit eine geordnete Seelsorge zu gewährleisten. Weiter: es soll für alle SBs zukünftig nur jeweils einen leitenden Pfarrer ge­ben, um eine klare Führungsstruktur zu haben. Die übrigen Priester werden als Pfarrvikare und Kapläne diesem leitenden Pfarrer zuge­ordnet, ebenso die Diakone, Pastoral- und Gemeindereferent(inn)en. Das wurde den Dechanten zur Kenntnis gegeben, keine Diskussion.

Eine offene Frage war: Soll der Erzbischof für alle SBs eine Fusion anordnen oder auch eine Pfarreiengemeinschaft zur Wahl stellen? Die Dechanten votierten in der Mehrzahl für die Möglichkeit, dazwi­schen zu wählen.

Im Sommer 2007 sickerte auf informellem Wege durch, dass wir hier in Brühl von der Zusammenlegung der SBs betroffen sein werden. Am 19. September 07 waren dann Dechant Iking, Pfarrer Sebastian und ich durch Weihbischof Melzer ins Generalvikariat eingeladen. Dort erfuhren wir: die Bistumsleitung hat entschieden, dass die bisherigen 3 SBs Brühls zu einem zusammengelegt wer­den mit 24.000 Katholiken. Das Pastoralteam soll und wird beste­hen aus einem leitenden Pfarrer, 3 weiteren Priestern, 1,5 Diako­nen und 2 Pastoralreferent(inn)en. So beschwert fuhren die 3 Pfar­rer nach Hause.

Die Frage nach dem leitenden Pfarrer musste geklärt werden. Da Pfarrer Sebastian das Pensionsalter erreichte, kam er nicht in Fra­ge; ich hatte schon bei dem Gespräch im GV erklärt, diese Aufgabe nicht übernehmen zu wollen. Also blieb Dechant Iking übrig, der sich Bedenkzeit erbat. Er hat dann dem Generalvikariat gegenüber erklärt, dass er dazu bereit sei — allerdings nur, wenn einige Bedin­gungen erfüllt würden.

Ende Januar 08 erfuhr ich und im Februar dann auch die übrigen Seelsorger durch die Personalabteilung in Köln, dass alle Seelsorger nach St. Margareta umziehen und dort zentriert werden sollten. Wer das nicht wolle, müsse sich eine andere Stelle suchen.

Am 23. Februar 08 teilte Herr Bender dies u. a. der Versammlung aller Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände aus Brühl mit. Da­bei kam es schon dort zu deutlichen Protesten und später auch zu entsprechenden Briefen an den Generalvikar und den Kardinal mit der Bitte, diese Entscheidung zu überdenken und zurückzuneh­men. Das ist dann Anfang April im Personalrat geschehen. Bald danach hat Dechant Iking sich entschieden, Brühl im Jahr 2009 zu verlassen.

Kurz davor gab es am 9. April ein Treffen aller Seelsorger im Pfarrhaus in Brühl. Dabei wurde miteinander abgesprochen,

wie denn nun die Seelsorge in Brühl zunächst weitergehen soll:

Schwerpunktmäßig wird sich nach dem Fortgang von Pfr. Sebastian am 31. August 08 Pfarrvikar Krautkrämer gemeinsam mit den Dia­konen Ries und Sadowski um die Seelsorge in Brühl Süd kümmern.

Ich werde das gleiche zusammen mit Pastoralreferent Kühn in Brühl Ville tun. Zudem werde ich mich als Pfarrverweser in Brühl Süd um die Angelegenheiten der KVs und des KGV sorgen.

Bei den Sonntagsgottesdiensten werden Pfarrvikar Krautkrämer und ich einmal im Monat jeweils im anderen SB die Messen feiern. In Brühl Süd bleibt es bei der bisherigen Gottesdienstordnung am Sonntag. In Brühl Ville werden nach Absprache mit den PGRs ab den Sommerferien nur noch 3 Messen gehalten, immer am selben Ort zur selben Zeit:

Samstag 18 h in Heide, Sonntag 9.30 h Vochem, 11 h Kierberg.

Die Frauengottesdienste in Ville werden von Woche zu Woche wechselnd als Messe und als WortGottesfeier gefeiert. Auf letztere werden im Juni die Lektorinnen vorbereitet und geschult. Soweit die ersten Absprachen für Brühl Süd und Ville. Brühl Mitte wird vorläufig die Seelsorge wie bisher weiter tun und entwickeln können. Wenn 2009 ein neuer Pfarrer nach Brühl Mitte kommt, wird es weitere Ver­zahnungen geben und das Zusammenwachsen zu einem Seelsorgebereich weitergehen.

Dafür planen und sorgen soll auch der sog. Lenkungsausschuss, der am 8. Mai 08 zum ersten Mal getagt hat. Er besteht aus den Vorsitzenden aller PGRs in Brühl, allen stellvertretenden Vorsit­zenden der KVs, Pfr. Iking, Pfv. Krautkrämer, mir als Projektleiter sowie einer Vertreterin des Generalvikariats, Fr. Pitsch. Dabei ha­ben wir ausgetauscht, welche Voten die Gremien nach Köln ge­ben: für Fusion oder Pfarreiengemeinschaft. Es zeichnet sich ab, dass Brühl Mitte für Fusion votieren wird, Brühl Süd und Ville für Pfarreiengemeinschaft. Der Erzbischof muss dann entscheiden.

Im September wird der Lenkungsausschuss sich mit der Vorbereitung der PGR-Wahl für ganz Brühl Ende 2009 befassen und mit der Fra­ge, welche Aufgaben von diesem für Brühl aufgenommen werden und was Aufgabe der einzelnen Kirchorte bleibt. So soll Schritt für Schritt ein gemeinsames Pastoralkonzept entwickelt werden.

Bewährtes bewahren und Neues wagen - die Gestalt unserer Kirche (nicht nur) in Brühl wird sich verändern — die Freude am Glauben hilft uns dabei.

So grüße ich Sie mit allen Seelsorgern ganz herzlich und wünsche Ihnen einen erholsamen Sommer.

Ihr G.Liewerscheidt,Pfr.

| zurück | denn ich konnte meine Wohnung im Pfarrhaus St. Margareta, Pastoratstr. 18, nach drei Monaten endlich beziehen. Der Gast- und Stippvisitenstatus ist nun vorbei, und ich bin froh, jetzt endlich vor Ort leben zu können und für Sie besser erreichbar zu sein. Typisch adventliche Themen wie Warten, Erwarten und Ankommen erhielten ganz andere Facetten der Betrachtung, waren ganz anders als in den letzten Jahren. genauere Informationen folgen in den nächsten Wochen.

Nur noch ein Seelsorgebereich für ganz Brühl –

Mitteilung an die Kirchengemeinden des Dekanates

24. September 2007;

Am vergangenen Mittwoch, den 19.9., wurde den drei kanonischen Pfarrern in Brühl Pfarrer Karl-Ernst Sebastian (Brühl-Süd), Pfarrer Günther Liewerscheidt (Brühl-Ville) und Pfarrer Thomas Iking (Brühl-Mitte) mitgeteilt, dass die drei Seelsorgebereiche des Dekanates Brühl am 1.1.2008 formell zu einem Seelsorgebereich zusammengelegt werden. Nachfolgend sollen die rechtlichen Strukturen diesem einen neuen Seelsorgebereich angepasst werden. Die Beratung pastoraler Aufgaben soll zukünftig durch einen einzigen Pfarrgemeinderat erfolgen. Der Stellenumfang der „Folgedienste“ (das sind Pfarramtssekretärinnen, Küster, Organisten, Hausmeister) wird von dieser Veränderung nicht berührt; auch bei der Kindergartenplanung ergibt sich durch die Zusammenlegung zu einem Seelsorgebereich keine Veränderung.

Für den gesamten Seelsorgebereich wird nach einer Übergangszeit ein einziger kanonischer Pfarrer ernannt, dem drei weitere Priester sowie 1,5 Diakone und zwei Pastoralreferent/innen zur Seite stehen.

Herr Pfarrer Sebastian wird zu Beginn des Jahres 2008 die Altersgrenze für Priester im Dienst erreichen. In der Regel treten Pfarrer im Erzbistum Köln dann in den Ruhestand.

Herr Pfarrer Liewerscheidt erklärte, dass er für die Aufgabe eines kanonischen Pfarrers in Brühl nicht zur Verfügung stehe.

Herr Pfarrer Iking wird seine Entscheidung von Gesprächen vor Ort und in Köln abhängig machen.

Mit der Zusammenlegung der drei Seelsorgebereich Brühls zu einem einzigen Seelsorgebereich nimmt auch das Dekanat Brühl an dem Prozess teil, in dem bistumsweit die Zahl der Seelsorgebereiche von 220 auf 180 reduziert wird. Anlass dafür ist die sinkende Zahl der zur Verfügung stehenden Priester ebenso, wie die geringer werdende Zahl der Katholiken.

Weitere Informationen zum derzeitigen Planungsstand im Bistum sind abrufbar unter:

 www.erzbistum-köln.de  Seelsorge/Seelsorgebereiche (Interview mit Kardinal Meisner)

Pfr. Karl-Ernst Sebastian

Pfr. Günther Liewerscheidt

Pfr. Thomas Iking

 

Aus KiZ:

Die Strukturreform in den Seelsorgebereichen des Erzbistums Köln soll möglichst rasch zu strafferen Kooperationsformen zwischen den Gemeinden führen, damit die Seelsorge sichergestellt werden und die Kirche ihren missionarischen Auftrag auch in Zukunft erfüllen kann. Dieses Ziel benannte Erzbischof Joachim Kardinal Meisner für das jetzt im Erzbistum Köln angelaufene Projekt „Wandel gestalten – Glauben entfalten - Perspektive 2020“ in einem Interview. Zugleich eröffneten die veränderten Strukturen neue Freiräume für „all jene Frauen, Männer, Jugendlichen und Kinder, die in den Gemeinden ehren- oder hauptamtlich mitarbeiten“.

| zurück | Daher bitten wir Sie, die Gottesdienstzeiten in den Pfarrbriefen und wöchentlichen Infos genau zu lesen.

Überblick über Brühler Kirchen im Internet

Name:

URL:

Webmaster:

Dekanat Brühl

www.katholischekirchebruehl.de

wilhelm.gast@t-online.de

St. Margareta  +Filialkirchen
- St. Heinrich
- St- Stephan
- St. Marien von den Engeln

www.st-margareta-bruehl.de

gisbertpunsmann@gmx.net

Brühl-Ville
- St. Matthäus
- St. Servatius
- St. Maria Hilf

www.pfarrverband-ville.de

webmaster@pfarrverband-ville.de

St. Pantaleon, Badorf

www.badorf.net

josef@net-engels.de

St. Pantaleon, Pingsdorf

t

St. Severin,  Schwadorf

Ist in der Dekanats-Hp enthalten:

www.katholischekirchebruehl.de/301_severin.html

PGR fragen

# Dazu kommen noch die HP der Jugend, Kirchenchöre, Schützen, Kolping, Kath.Männerwerk  u.a.m.  Diese sind in der Dekanats-HP bzw in den Pfarreien verlinkt.

# Vorschläge, Ergänzungen, Termine, Aktuelles u.a.m. jeweils an den zuständigen Webmaster geben.

# Reinschauen lohnt sich!

„Alle Welt soll wissen, was in den Brühler Pfarreien los ist!“soll am 13.September 2009 um 16:00 Uhr in St. Margareta.soll am 13.September 2009 um 16:00 Uhr in St. Margareta.

In der Pfarrei St. Margareta gibt es an Silvester eine Jahresschlussmesse um 18.00 Uhr. Darüber hinaus laden wir in der Silvesternacht um 23.50 Uhr zu einem Gebet ins Neue Jahr ein, dass mit dem Einläuten des Neuen Jahres auf dem Kirchplatz in einen Sektumtrunk mit Neujahrsbrezel mündet.

Beerdigungskulter in Brühl

Veranstaltung des Dekanatsrates am:

Freitag, 21. Oktober 2005 um 19:00 Uhr im

Pfarrsaal von St. Marien, Brühl:

Anonym leben - anonym sterben?

Eine Denkschrift des Dekanatsrates der Katholiken zur Bestattungskultur in der Stadt  Brühl

In der heutigen Zeit fallt es vielen Menschen zunehmend schwer, an ein ewiges Leben, an ein Leben nach dem Tod, an eine Auferstehung zu glauben. Die Wahrnehmung von offensichtlicher oder vermeintlicher Sinnlosigkeit des Lebens und von anschließendem immerwährendem Verschwinden im Nichts ruft den Trend hervor und bestärkt ihn dauerhaft, sich anonym bestatten zu lassen oder andere Formen des Nicht-Mehr-Da-Seins zu wählen. Wer einsam lebte und in Einsamkeit starb, möchte auch nach dem Tod niemand mehr zur Last fallen.

Sofern ein Mensch nicht selbst Vorsorge für den Fall seines Todes getroffen hat, sind es die Angehörigen und Hinterbliebenen, die meist unvorbereitet und in Eile wichtige Entscheidungen treffen müssen. Es gilt von der Trauerfeier bis zur Bestattungsart und Bestattungsort alles festzulegen. Für immer.

Viele entscheiden, dass eine identifizierbare Stätte der Erinnerung und des trauernden Gedenkens nicht mehr erforderlich sei. Später wird oft erkennbar, dass die ursprüngliche, unvorbereitet und in Eile getroffene Entscheidung für Grabstellen ohne Grabpflege im Widerspruch zum eigenen Bedürfnis der Trauerbewältigung steht. Es erweist sich dann, dass die Sorge um hohe Grabgebühren und die Last der Grabpflege nicht dafür hätten ausschlaggebend sein dürfen, anonyme Bestattungsformen zu wählen.

Die Entwicklung der anonymen Bestattungen in Brühl (und Köln) seit dem Jahr 2000:

                               1999          2000          2001           2002          2003       2004

Anzahl anonymer Bestattungen           (1882)  72 (1636)  63(1548)  91(1056) 89(985)  103(913)

Während in der Stadt Köln die Zahl anonymer Bestattungen nahezu halbiert, steigt sie in der Stadt Brühl kontinuierlich an. Durch die Gestaltung ihrer Gebührenordnung trägt die Stadt Brühl insofern zu dieser Entwicklung bei, als dass die Gebühren für anonyme Erdbestattungsgräber (436 Eur) weitaus günstiger sind als für Einzelgräber an Seiten- und Hauptwegen (893 bzw. 1528 Eur) und auch das Reihengrab nur unwesentlich billiger ist (369 Eur), als ein anonymes Erdbestattungsgrab. Ebenso eklatant ist der Unterschied bei den Gebühren für anonyme Urnengräber (218 Eur) im Vergleich zu Urnen-Reihengräbern (182 Eur) und Urnen-Wahlgräbern (501 Eur).

Faktisch bedeutet dies, dass die Kosten der Friedhofspflege zum weitaus größeren Teil von denen getragen werden, die keine anonyme Bestattung wünschen, die aber ihrerseits die Folgekosten für die öffentlich Grabpflege (Einrichtung und Mähen der Grasfläche, Anlegen von Wegen, Bänken, gemeinsamem Gedenkstein) der anonym Bestatteten mittragen.

Der Dekanatsrat erwartet, dass die Stadt Brühl offengelegt, nach welchen Kriterien sie Grabgebühren erhebt. Er wünscht eine Korrektur der Grabgebührenordnung, welche die finanzielle Benachteiligung der nicht-anonymen Bestattungen ausschließt und auch Begräbnisse, die durch die Kommune angeordnet werden, aus Kostengründen nicht automatisch zu anonymen Bestattungen werden lässt.

Die Tatsache, dass eine regelmäßige Grabpflege bei Kleinfamilien, deren Mitglieder z. B. weit verstreut in der Bundesrepublik leben, nur schwer oder gar nicht möglich ist, und die Beauftragung eines Friedhofsgärtners von den Betroffenen als zu teuer angesehen wird, sollte der Kommune darüber hinaus dazu Anlass geben, pflegefreie Gräberfelder einzurichten, auf denen der Ort der Beerdigung gleichwohl kenntlich gemacht werden kann.

Wer ist der Mensch, dass niemand seiner gedenkt?

In der Friedhofskultur drückt sich viel von dem aus, was die sozialen Beziehungen einer Gesellschaft prägt, welche Auffassung vom Leben und welche Auffassung vom Tod ihr wichtig sind. Die Individualisierung sämtlicher Lebensvollzüge führt heutzutage zu einer  Individualisierung der Bestattungsformen.  Die  Anonymisierung des Lebens zur Anonymisierung des Todes.

Christen bezeugen einen Gott, der von sich sagt: ,,Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein."  (Jes 43,1) Sie stehen dafür ein, dass im Leben wie im Sterben und im Tod keine Namenlosigkeit herrschen sollte.In Brühl-Ville findet daher eine Jahresschlussmesse um 17.30 Uhr in St. Matthäus statt, im Brühler Süden eine um 18.30 Uhr in St. Pantaleon, Badorf.

Bericht in der Kölnischen Rundschau: SAMSTAG, 22. OKTOBER 2005 NUMMER 246

RHEIN-ERFT-KREIS

Immer mehr anonyme Bestattungen

Dekanatsrat der Katholiken in der Stadt Brühl kritisiert Veränderungen bei der Friedhofskultur

von WOLFGANG KIRFEL

BRÜHL. Mit den Veränderungen im Bestattungswesen, wie sie auch in Brühl erkennbar sind, hat sich der Dekanatsrat der Katholiken in der Stadt in den vergangenen Monaten in­tensiv befasst und dabei fest­gestellt, dass die Zahl der anonymen Bestattungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Der Stadt wirft der Dekanatsrat vor, diese Ent­wicklung mit seiner Gebüh­renordnung noch zu forcieren, da die Gebühren für anonyme Erdbestattungsgräber weitaus günstiger seien als für Einzelgräber. Brühls Pressesprecher Gerd Schiffer weist die Vorwürfe zurück: „Die Gebühren bemessen sich nach dem Pflegeaufwand, und der ist bei normalen Gräbern deutlich höher als bei anonymen Bestattungen."

„In der Friedhofskultur drückt sich viel von dem aus, was die sozialen Beziehungen einer Gesellschaft prägt, welche Auffassungen vom Leben und vom Tod ihr wichtig sind", erklären Dechant Thomas Icking und Dekanatsratsvorsitzender Karl-Heinz Lätzsch in einer Pressemitteilung. Die Individualisierung sämtlicher Lebensbereiche führe heutzutage zu einer Individualisie­rung der Bestattungsformen, die Anonymisierung des Le­bens zur Anonymisierung des Todes. .Viele entscheiden, dass eine identifizierbare Stätte der Erinnerung und des trau­ernden Gedenkens nicht mehr erforderlich sei", schreiben Icking und Lätzsch. Später werde oft erkennbar, dass die ursprünglich, häufig in Eile getroffene Entscheidung für Grabstellen ohne Grabpflege im Widerspruch zum eigenen Bedürfnis der Trauerbewältigung stehe. Während sich die Zahl der anonymen Bestattungen in der Stadt Köln von 1636 im Jahr 2000 auf 913 im vergangenen Jahr reduziert habe, seien die Zahlen in Brühl im gleichen Zeitraum von 72 auf 103 angestiegen. Und mit weitaus günstigeren Gebühren für anonyme Erdbestattungen im Vergleich zu Einzelgräbern unterstütze die Stadt diese Entwicklung. Eklatant sei auch der Unterschied zwi­schen anonymen Urnengrä­bern und Urnen-Reihen- und Wahlgräbern.

Gebührenkorrektur wird gefordert

„Faktisch bedeutet dies, dass die Kosten der Friedhofspflege zum größten Teil von denen getragen werden, die keine anonyme Bestattung wün­schen", kritisieren Icking und Lätzsch. „Der Dekanatsrat wünscht eine Korrektur der Grabgebührenordnung, welche die finanzielle Benach­teiligung der nichtanonymen Bestattungen ausschließt." Zudem dürften durch die Kom­mune angeordnete Begräbnisse nicht automatisch aus Kostengründen anonyme Bestattungen sein. Und schließlich solle die Stadt pflegefreie Gräberfelder einrichten, auf denen der Ort der Beerdigung kenntlich gemacht werden kann. Damit solle der Entwick­lung Rechnung getragen werden, „dass eine regelmäßige Grabpflege bei Kleinfamilien, deren Mitglieder zum Beispiel weit verstreut in der Bundesrepublik leben, schwer oder gar nicht möglich ist und die Beauftragung eines Gärtners von den Betroffenen als zu teu­er angesehen wird".

Pressesprecher Schiffer kann die Argumente des Dekanatsrates zwar nachvollziehen, verweist aber auf rechtli­che Vorgaben, nach denen die Gebühren nach dem anfallenden Aufwand zu berechnen sind. „Der Pflegeaufwand allein für Wege und Sträucher ist bei den Einzelgräbern deutlich höher als bei den anony­men Erdbestattungen auf ei­ner Rasenfläche", erklärte der Stadtsprecher. Insofern gebe es also keine Benachteiligung einer Gruppe. Zu den anderen Kritikpunkten des Dekanats­rates - die von der Stadt ange­ordneten anonymen Bestat­tungen sowie die Anlage von pflegefreien Gräberfeldern -meinte der Pressesprecher: „Wir sind für Vorschläge offen und werden diese prüfen."

Leserbrief vom 28.10.2005 dazu:

Spiegelbild

Auf den Artikel „Anonyme    Bestattungen" vom 22. Oktober bezieht sich dieser Leser.

Immer schon hat man gesagt, dass der Friedhof ein Spiegel­bild der jeweiligen Kultur ist. Wenn man sieht, wie viele Men­schen heute anonym „leben" -denkt' man nur an die vielen Hochhaussiedlungen, das stundenlange „gefesselt"-sein ans Fernsehen, die Vereinsamung vieler Menschen - dann ist es nur logisch, dass auch am Ende des Lebens auf dem Friedhof das anonyme Grab gewählt wird. Hinzu kommt unsere Weg­werfmentalität - vorbei und ver­gessen - und der Zeitdruck, unter dem man vermeintlich steht. Da werden Gräber nur noch als Belastung angesehen. Daraus zu schließen, es sei nun nötig, auch auf den Brühler Friedhöfen „pflegeleichte" Reihengräber einzuführen, sollte man sich sehr gut überlegen. Gilt doch z.B. der Brühler Südfriedhof als einer der schönsten, vorbildlichsten Anlagen im Erftkreis, der auch wegen seines parkähnlichen Charakters gerne aufgesucht wird. Wer einmal die optisch wenig ansprechenden „pflegeleichten" Felder auf Köl­ner Friedhöfen gesehen hat, kann sich diese nicht ernsthaft für Brühl wünschen. Auch besteht gar keine Notwendigkeit dafür, da es in Brühl das Angebot der kleinformatigen Urnenfelder gibt, die seit einigen Jahren auch komplett abgedeckt werden können und somit mehr als „pflegeleicht" sind. Es wäre schön, wenn die Stadt den Anstoß des Dekanatsrats zum Anlass nähme, Betroffene, die mit diesem Thema auch beruflich zu tun haben, an einen Tisch zu holen, um eine gute Lösung zu finden. Die Brühler Friedhöfe und deren Geschichte hätten es mehr als verdient.

Hans-Jörg Blondiau

50321 BrühlZurzeit entwickeln wir Seelsorger mit den Pfarrsekretärinnen eine gemeinsame Info, die ab Januar für die drei Brühler Pfarreien erscheinen wird. Dann sieht jeder das vielfältige Gottesdienstangebot auf einen Blick, Termine rund um die Kirchen finden ihren Platz und jeder erhält durch Beiträge der Seelsorger den gleichen Informationsstand.

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